Gestalttherapie ist …

Dialog, psychotherapeutisches Verfahren und praktische Lebensphilosophie und somit nicht prinzipiell Basteln, Zeichnen oder Gestalten (so wie es der Name eigentlich vermuten lässt), sondern: Gespräch.

Sie folgt, in der Tradition der humanistischen Psychologie, dem Ziel der Selbstverwirklichung.

Ihre Wurzeln liegen in der Gestaltpsychologie, deren Schwerpunkt die Wahrnehmung ist. Darauf richtet die Gestalttherapie unmittelbar ihren Blick. Nicht das „wie sollte es mir gehen“ sondern „wie fühle ich mich“ steht im Vordergrund.

Der Therapeut spiegelt dem Gegenüber was er gewahr wird, bemerkt. Ein Vorkommen wird fühlbar, bewusst – kommt hervor. Auf dem Boden dessen ist es möglich Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gelernte Denkvorschriften, wie „du solltest“ werden hinterfragt. Gestalttherapie schafft den Raum, in dem Altes wieder auftauchen kann.

Im „Hier und Jetzt" wird es nun vielleicht möglich Verhaltensmuster zu erkennen, Knoten zu lösen und neue Erfahrungen zu machen.

Nicht bewusste „unerledigte" Situationen, die uns immer wieder begegnen und unser Handeln bestimmen, werden im Therapiegeschehen aktiviert und dem Bewusstsein wieder zugänglich. Veränderung findet dann durch das Annehmen statt, wer und wie ich bin.

Durch die Würdigung des Seins entsteht ein öffnender und selbstwahrender Prozess, der ein neues gewagtes Verhalten auf dem sichern Grund der Erkenntnis des „so bin ich“ schafft.

Gestalttherapie zu erleben, macht all dies am deutlichsten klar. Als wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren wird sie in den unterschiedlichsten Feldern angewandt: z.B. in Einzel- und Gruppentherapie, bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, in der Paar-Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung.

Gestalttherapeuten, die von der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) anerkannt sind, haben eine mindestens 4jährige Ausbildung entsprechend den europäischen Standards für Psychotherapie. Eine Liste mit Therapeuten findet sich unter: www.dvg-gestalt.de